
© Peel et al./ Global Change Biology
Forschende der University of Ottawa haben untersucht, ob sich eine moderate Erwärmung (0,57 °C) negativ auf Nektarpflanzen auswirkt und ob diese Veränderungen sich auf die körperliche Verfassung von wandernden Monarchfaltern (Danaus plexippus) auswirken. Sie führten ein Feldwärmeexperiment am nördlichen Rand des östlichen Monarch-Brutgebiets (Ottawa, Kanada) durch, wobei sie offene Kammern auf drei häufig genutzten Nektarpflanzen der Spätsaison aufstellten: Indianernessel (Monarda fistulosa), Kanadische Goldrute (Solidago canadensis) und Raublatt-Aster (Symphyotrichum novae-angliae). Das Design ermöglichte es den erwachsenen Tieren, sich von den erwärmten Pflanzen zu ernähren, während sie die Zeit außerhalb der Kammern verbrachten, wodurch pflanzenvermittelte Effekte von direkten Erwärmungseffekten isoliert wurden. Bei den meisten Arten führte die Erwärmung zu einer Verringerung der Blütenfülle (12,9 % weniger offene Blüten pro Stiel) und zu einer Abnahme der Nektarzuckerkonzentration um ~24 %, während sich das Nektarvolumen bei der Indianernessel zwischen den Behandlungen nicht unterschied. Anschließend führten sie 5-tägige Fütterungsversuche durch, bei denen erwachsene Monarchfalter sich von erwärmten Pflanzen im Vergleich zu Kontrollpflanzen ernährten, und quantifizierten die Körperzusammensetzung (Fett-, Muskel- und Wassermasse).
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Yann Arthus-Bertrand (Die Erde von oben) stellt die entscheidende Frage: Wie lange können wir diese Schönheit und unseren einzigartigen Planeten noch bewahren?
Diese faszinierende Dokumentation ist bis zum 15.12.2030 in der 3Sat-Mediathek zu sehen.
Hommage an unseren Planeten
Er erzählt aus seiner persönlichen Sicht heraus, wie der Planet entstand, sich entfaltete und wir daraus ein Heim für acht Milliarden Menschen machten. Und wie all das auf dem Spiel steht, weil wir es übertrieben, die Natur überfordert und über alle Maßen ausgebeutet haben. Der Film zeigt uns das Leben auf der Erde – in all seiner Pracht, Verletzlichkeit und Widersprüchlichkeit.
Es ist eine Hommage an unseren Planeten, aber auch ein eindringlicher Appell des Filmmachers, Verantwortung zu übernehmen. Denn eines steht fest: Einen Planeten wie die Erde gibt es nur einmal.
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Am 6. Juli 2025 feierte der Imkerverein Spandau e.V. auf dem Lehrbienenstand in Gatow sein 125-jähriges Bestehen. Außer vielen Gästen übermittelten der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU), der Spandauer Bezirksbürgermeister Frank Bewig (CDU) sowie die Abgeordneten Gollaleh Ahmadi (Grüne), Helmut Kleebank, Raed Saleh (beide SPD), Franziska Leschewitz (Linke) und die Vorsitzende des Imkerverbands Berlin e.V., Melanie von Orlow, Glückwünsche an den Verein. Mit der Revierförsterin Kristina Quast gab es eine interessante Waldführung. Auch für Informationen rund um die Biene, das leibliche Wohl und musikalische Unterhaltung war gesorgt.
Inzwischen ist auch die Festschrift zum Jubiläum fertiggestellt und kann hier heruntergeladen werden (PDF-Datei, 23 Seiten, 18 MB, neues Fenster).
Ausführlicher Bericht von der Jubiläumsfeier (PDF-Datei, 765 KB, neues Fenster)

Am 23. und 26. Juni fegten schwere Stürme über Berlin. Im Spandauer und Tegeler Forst wurden tausende Bäume entwurzelt, viele dicke Äste brachen ab, es gab mehrere Schwerverletzte. Der Spandauer und der Tegeler Forst sind seitdem wegen Lebensgefahr gesperrt und werden es mindestens bis zum 18. August auch bleiben.
Am Rande der Gatower Felder hat es einen alten Ahorn erwischt. Ein sehr dicker Ast, eigentlich ein zweiter Stamm, ist in Höhe der Gabelung abgebrochen. Darunter wurde in einem Hohlraum …
weiterlesenWeiterer Rückschlag für die Berliner Bienenzucht nach großem Bienendiebstahl
Pressemitteilung des Imkerverbands Berlin e.V.

Nachdem wie berichtet bereits Anfang des Jahres der Diebstahl von 31 Zuchtvölkern vom Belegstand des Imkerverband Berlin e.V. die Berliner Bienenzucht getroffen hat, gab es nun einen weiteren Rückschlag: „Der Belegstand liegt praktisch in Trümmern!“, berichtet der Belegstandsleiter des betreuenden Imkerverein Reinickendorf-Mitte e.V. Danny Wanzke, der nach Freigabe durch den Förster das Gelände nach dem schweren Sturm nun sichten durfte. Berlins einzige Zuchteinrichtung, an die Berliner Bienenzüchter Königinnen für die gezielte Verpaarung einliefern konnten, ist damit zerstört.
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Der Imkerverein Berlin-Spandau e.V. hat einen Spitzahorn als Straßenbaum in der Wilhelmstraße 76a gespendet.
Der Baum hat inzwischen ordentlich Blätter und wird in den nächsten Jahren Bienen und andere andere Insekten mit Frühjahrsnektar versorgen.
Wenn Imker nicht nur Bestäuber, sondern auch wissenschaftliche Erkenntnisse und EU-Recht verteidigen

Foto: Apimondia
In einem wegweisenden Urteil zum Schutz von Bestäubern und zur Umweltgesundheit hat das Verwaltungsberufungsgericht von Marseille die Marktzulassungen (AMMs) für zwei neonicotinoidhaltige Insektizide, Closer und Transform, hergestellt von Corteva Agrisciences, aufgehoben. Die Entscheidung, die am 28. Februar vom französischen Staatsrat getroffen wurde, stellt einen bedeutenden rechtlichen und wissenschaftlichen Präzedenzfall in der Pestizidregulierung dar.
Das Gericht kam zu dem Schluss, dass das von der französischen Behörde für Lebensmittel-, Umwelt- und Arbeitsschutz (ANSES) genehmigte Zulassungsverfahren rechtswidrig war, da es gegen wesentliche Bestimmungen der Verordnung (EG) Nr. 1107/2009 verstieß. Insbesondere habe die Behörde die vollständige Formulierung der Pflanzenschutzmittel, einschließlich der synergistischen Wirkungen von Wirkstoffen und Beistoffen, nicht angemessen bewertet, und die toxikologischen Bewertungen seien nicht unter realen Anwendungsbedingungen durchgeführt worden.
weiterlesenWir wissen, dass wir ein massives Insekten- und Artensterben haben. Dieses wird nicht nur durch Herbizide, Flächenversiegelung und Klimawandel beschleunigt, sondern auch durch Lichtverschmutzung.
Auch wenn es die Honigbienen nicht direkt betrifft, weil sie nachts in den Beuten bleiben, so können wir doch einen kleinen Beitrag leisten, dass sich etwas ändert.

Der Imkerverein Spandau e.V. bietet auch in diesem Jahr wieder einen Imkerkurs an.
Der Imkerkurs 2026 ist inzwischen ausgebucht. Wir nehmen für den Imkerkurs 2027 bereits Anmeldungen an.
Auch wenn man keinen „Bienen-Führerschein“ benötigt, ist die Teilnahme an einem Lehrgang sehr zu empfehlen. Immerhin haben wir es mit Tieren zu tun, mit vielen Tieren. Ein Volk besteht aus rund 40.000 Bienen und die will man nicht zum Feind haben oder plötzlich vor einem Haufen toter Bienen stehen, weil man eine Erkrankung zu spät bemerkt hat.
Gemeinsam mit erfahrenen Imkern des Vereins begleitet jede/r Teilnehmer/in ein Bienenvolk durch die Saison und wird mit den Arbeitsschritten vertraut, die für eine ordnungsgemäße Bienenhaltung notwendig sind. Wir werden uns mit den Behausungen (Beuten) der Bienen beschäftigen, gemeinsam Honig ernten, verarbeiten und naschen, uns mit der Bienengesundheit auseinandersetzen und vieles mehr. Zum Ende des Kurses kann jede/r Teilnehmer/in sein Volk übernehmen, um in der Saison 2026 dann selbstständig das erlernte Wissen anzuwenden und mit der Imkerei zu starten.
Die Amerikanische Faulbrut (AFB) ist eine hochansteckende, anzeigepflichtige Bienenseuche. Sobald ein Verdacht besteht muss der Amtstierarzt informiert werden. Sie wird durch das Bakterium Paenibacillus larvae verursacht, das ausschließlich die Bienenbrut befällt und zum Absterben der Larven führt.
weiterlesenDer Deutsche Berufs- und Erwerbsimkerbund und der Europäische Berufsimkerbund haben Proben von Honigen aus deutschen Supermärkten analysiert – das Ergebnis ist alarmierend. Von 30 getesteten Proben waren 25 gefälscht! Dieser „Honig“ enthält Zuckersirupe, die nicht als Honig durchgehen sollten. Mit solchen Fälschungen wird der Markt überschwemmt, die ehrlichen Imker verlieren ihren Verdienst und die Verbraucher werden getäuscht.
Auch ZDF frontal hat eine DNA-Analyse von Biilighonigen in Auftrag gegeben. Ergebnis: Alle sind nicht authentisch.
weiterlesenWildbienen vs. Honigbiene?
Der Imkerverband Berlin e.V., Berlins größte imkerliche Interessensvertretung, weist Forderungen aus einem in „DER SPIEGEL“ 16/23 erschienen Artikel zurück, nach denen Bienenvölker nicht „in die Nähe“ von Naturschutzgebieten aufgestellt werden sollen.
„Angesichts eines Flugradius von bis zu 10 Kilometern wäre das nicht nur das Ende der Berliner Bienenhaltung, sondern auch zahlreicher, vor allem imkerlich getragener Initiativen zur Anlage und Pflege wildbienengerechter Biotope.“, betont Dr. Melanie von Orlow, die Vorsitzende des Landesverbandes, „Viele der im Verband organisierten Berliner Imkervereine kümmern sich intensiv um ein bienenfreundlicheres Berliner Stadtgrün.“
Das Projekt „Varroaresistente Bienen bis 2033 in Europa“
Ist das möglich? Können wir in 10 Jahren Bienen haben, die gesund sind und nur mit milder, medikamentenfreier oder gar keiner Behandlung der Varroamilbe widerstehen? Ja, es ist möglich. Das haben die vielzähligen erfolgreichen Projekte der letzten Jahre u.a. in Luxemburg, Österreich und Deutschland bewiesen. Zielsetzung ist, Honigbienen nach natürlicher Varroaresistenz zu selektieren, diese genetischen Merkmale zu verbreiten und somit die Gesundheit der allgemeinen Bienenpopulation zu verbessern. Am 19.05.2022 trafen sich mehrere europäische Imkerverbände, darunter der Deutsche Imkerbund e.V., im hessischen Neuenstein-Aua und waren sich darüber einig, gemeinsam in den nächsten 10 Jahren diesen Weg zu gehen. Sie vereinbarten, alle Kraft für das Erreichen des Ziels einzusetzen, eine varroaresistente Honigbienenpopulation flächendeckend zu etablieren.

