
(Foto: Frank Soukup)
Nach frostigem Beginn war das letzte Februar-Drittel plötzlich frühlingswarm mit Plus-Temperaturen im zweistelligen Bereich. Die ersten Bienen, die beobachtet werden konnten, waren wieder die beeindruckend große Blauschwarzen Holzbienen (Xylocopa violacea, auch Große Holzbiene genannt). Morgens wärmt sie sich gern in besonnten Mauerspalten auf, um dann auf Nektarsuche bei den ersten Frühblühern zu gehen.
Im Zuge des Klimawandels breitet sich die Blauschwarze Holzbiene immer weiter nach Norden aus und kann inzwischen auch in unserer Region regelmäßig ab Februar/März bis in den Herbst hinein beobachtet werden. Sie ist bis zu 28 mm lang und damit die größte einheimische Wildbiene. Männchen und Weibchen überwintern in Mauerspalten und anderen geschützten Verstecken. Nach der Begattung bohrt das Weibchen bis zu 30 cm tiefe Gänge in Totholz und legt dort ihre Eier ab, woraus im Sommer die nächste Generation schlüpft.

