Jahreshauptversammlung im März 2021

Die Jahreshauptversammlung 2021 findet - vorbehaltlich der weiteren Entwicklung im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie - statt am

3. März 2021 um 19 Uhr im Seniorenclub "Lindenufer", Mauerstraße 10a in 13597 Berlin-Spandau.

Was der Biene schadet, muss vom Markt!

2019-11-22 Julia Klöckner CDU Parteitag by OlafKosinsky MG 5610"Bienen sind systemrelevant, und was der Biene schadet, muss vom Markt." Das erklärte die Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner in ihrer Regierungserklärung und hat es danach mehrfach wiederholt. Aber jetzt sollen in Deutschland zwei bienengefährliche Ackergifte wieder zugelassen werden. Wie passt das zusammen?
Ein EU-weit verbotenes Neonicotinoid kommt jetzt per „Notfallzulassung“ zurück auf den Acker. Mit dem Saatgutbeizmittel „Lumiposa“ erhält außerdem erstmals ein systemisch wirkendes Insektizid im Rapsanbau wieder eine Zulassung in Deutschland. In beiden Fällen handelt es sich um einen prophylaktischen Einsatz von Insektengiften, der für Honig- und Wildbienen hochgefährlich und daher unverantwortlich ist.
Eine Woche vor Weihnachten hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) erstmals eine Ausnahmegenehmigung zur Verwendung des eigentlich verbotenen Insektizid-Wirkstoffs Thiamethoxam für die Zuckerrübenaussaat in Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz erteilt.

Europäische Bürgerinitiative: Save Bees and Farmers

Save Bees and FarmersSeit dem 25. November 2019 werden Unterschriften für die Europäische Bürgerinitiative "Save Bees and Farmers" (Bienen und Bauern retten) gesammelt. Unterschriftenlisten gibt es unter anderem beim Umweltinstitut München. Der Zusammenschluss aus über 40 Organisationen aus ganz Europa, darunter die European Professional Beekeepers Association, der Rumänische Imkerverband und der Deutsche Berufs- und Erwerbsimkerbund, fordern einen EU-weiten Ausstieg aus der Anwendung chemisch-synthetischer Pestizide und Unterstützung für die Bäuerinnen und Bauern bei der Umstellung auf eine gesunde, kleinbäuerliche Landwirtschaft, die zum Erhalt der Artenvielfalt beiträgt. Wenn bis Ende März 2021 mindestens eine Million Unterschriften zusammenkommt, muss die EU-Kommission auf die Forderungen reagieren. Das Deutsche Bienenjournal berichtete in der Dezember-Ausgabe 2019 auf Seite 22. Bis Ende 2020 waren bereits über 420.000 Unterschriften zusammen.

Bild des Monats

Blauschwarze Holzbiene (Xylocopa violacea)
Foto: Frank Soukup

Im Zuge des Klimawandels breitet sich die Blauschwarze Holzbiene (Xylocopa violacea, auch Große Holzbiene) immer weiter nach Norden aus und kann inzwischen auch in unserer Region regelmäßig ab März bis in den Herbst beobachtet werden. Im vergangenen Jahr wurde sie sogar schon am 10. Januar bei Temperaturen um die 10°C in Staaken beobachtet; so früh ist in diesem Jahr aber nicht mit ihr zu rechnen. Sie ist bis zu 28 mm lang und damit die größte einheimische Wildbiene. Männchen und Weibchen überwintern in Mauerspalten und anderen geschützten Verstecken. Nach der Begattung bohrt das Weibchen bis zu 30 cm tiefe Gänge in Totholz und legt dort ihre Eier ab, woraus im Sommer die nächste Generation schlüpft.

Und was machen die Honigbienen im Winter?

Sobald die Temperaturen unter 10°C sinken, ziehen sich die Bienen auf den Waben zur Wintertraube zusammen. Solange sie noch Brut haben, halten sie die Temperatur auf 35°C - unabhängig von der Außentemperatur. Ist keine Brut vorhanden, halten sie die Temperatur knapp über 10°C, der Temperatur, bei der Bienen steif werden und sterben. Alle paar Tage wird die Wintertraube - und damit auch der Honig - für einen Tag hochgeheizt, denn zehn Grad kalten Honig schlürft man einfach nicht so gut. Um die Energie für diese Leistung aufzubringen, haben die Bienen das Jahr über Nektar gesammelt, zu Honig verarbeitet und eingelagert.

Der Imkerverein Spandau wünscht einen guten Start ins hoffentlich bessere Jahr 2021!

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